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Politischer Aschermittwoch des SPD-Ortsverein Himmelsthür

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17. Februar 2010 0 Kommentare

Traditionell findet in Süddeutschland der politische Aschermittwoch statt. Dabei kommt es zu einem rhetorischem Schlagabtausch der großen Parteien. Die Wurzeln dieser Veranstaltungen gehen schon weit in das letzte Jahrhundert zurück.
Diese verbale Abrechnung mit dem politischen Gegner will nun der SPD-Ortsverein Himmelsthür auch in unseren Gefilden einführen.
Aus diesem Grund fand nun am 17. Februar 2010 der erste...

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Traditionell findet in Süddeutschlands der politische Aschermittwoch statt. Dabei kommt es zu einem rhetorischem Schlagabtausch der großen Parteien. Die Wurzeln dieser Veranstaltungen gehen schon weit in das letzte Jahrhundert zurück.
Diese verbale Abrechnung mit dem politischen Gegner will nun der SPD-Ortsverein Himmelsthür auch in unseren Gefilden einführen.
Aus diesem Grund fand nun am 17. Februar 2010 der erste politische Aschermittwoch der SPD in Hildesheim statt.
Gespannt machten sich fünf Mitglieder des SPD Ortsvereins Sorsum auf nach Himmelsthür.
Der Bundestagsabgeordnete Bernhard Brinkmann und die Landtagsabgeordnete Jutta Rübke hatten im Vorfeld zugesagt, an dieser Veranstaltung Redebeiträge vorzutragen.
Nach der Begrüßung durch den stellvertretenden Ortsvereinsvorsitzenden Bernd Lynack hatte Bernhard Brinkmann das Wort. In seiner einstündigen Rede ging er in erster Linie auf den 100-tägigen Versuch der neuen Bundesregierung ein zu regieren. Kopfpauschale, Steuerentlastung, Mehrwertsteuersenkung im Hotelgewerbe, fehlende Finanzmittel im Haushalt waren nur einige Punkte die Brinkmann aufgrund des Zeitfensters ansprechen konnte. Kopflosigkeit, Lobbyismus und das Fehlende Miteinander der Regierungsparteien prägen die ersten 100 Tage der schwarz-gelben Bundesregierung. Kurz gesagt: es war nichts dolles! Immer mehr wird bewusst, welch gute Arbeit die SPD Minister Steinmeier, Steinbrück, Scholz und Zypries in der großen Koalition tatsächlich geleistet hätten. Diesen sei es auch mit zu verdanken, dass die Finanzkrise einigermaßen schadlos an Deutschland vorbeiziehe. Andere europäische Staaten haben damit ganz andere Probleme.
Nach kurzer Aussprache mit den über 30 anwesenden Zuhörern übernahm Jutta Rübke und sie bezeichnete die niedersächsische Landesregierung als Wolf mit den sieben Geißlein. Die Ministerinnen und Minister würden quasi wild durcheinander laufen und irren und dadurch unbedachte und übereilte Entscheidungen treffen, die entweder vor Gericht nicht standhalten würden oder der Ministerpräsident ändert sie kurzerhand wieder. Konzeptlosigkeit, verfehlte Schulpolitik, Abschaffung des Mitbestimmungsrechts, Neuordnung der Gemeindefinanzen seien hier kurz zu erwähnen.
Als Metapher für die Hildesheimer Kommunalpolitik unter Oberbürgermeister Kurt Machens zog sie Des Königs neuen Kleider äh, sollte natürlich Des Kaisers neue Kleider heißen, heran. Der Oberbürgermeister hat mit seinen merkwürdigen, skurrilen, verwunderlichen und seltsamen Entscheidungen genau wie der eitle und selbstverliebte Kaiser im Märchen sich teilweise von der Realität bzw. von den Bürgern entfernt. Hier seien nur Kinderarbeit als Reinigungskräfte in Schulen, Klärschlammentsorgung, Fahrradentsorgung am Bahnhof und die Personalpolitik im Rathaus zu nennen.
Gut gelaunt haben die politischen Anhänger der Veranstaltung gegen 20:30 Uhr verlassen und gehen gestärkt und motivierter den politischen Treiben entgegen.
Unser dank gilt den beiden Redner und dem OV Himmelsthür für die Idee und die Umsetzung.
Der nächste Aschermittwoch ist übrigens am 09. März 2011.
 



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Bernhard Brinkmann bei seiner Rede

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Erika Hanenkamp

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Jutta Rübke bei ihrem Redebeitrag



 

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